Trotz der nicht ganz idealen Wettervorhersage hielt sich die Witterung besser als vorausgesagt, ja meist schien die Sonne, nur andere Gipfel waren von Wolken umwoben, die Fernsicht war zwar auch schon besser. Nun wir Drei, Beat, Franz und ich liessen uns nicht davon abhalten diesen lohnenden Aussichtsberg, hoch über dem Urnerlande zu erklimmen. Wir zwei wurden um 07.30h von Franz freundlicherweise am Bahnhof Arth-Goldau abgeholt und gemeinsam ging’s zur Talstation nach Schattdorf. Bald schwebten wir hinauf zur Haldi, wo wir zügig voranzogen gegen den Schwarzgrat zu. Für einmal musste ich den Kaffeehalt bleiben lassen, es liess sich keine Mehrheit finden, und bald erfreuten wir uns dem steilen Gelände. Nicht nur überzeugt der Schwarzgrat der Aussicht wegen, auch findet man sich auf einem nicht erwarteten, breiten Kiesrücken. Die Route führte uns bald am Fusse des Bälmeten entlang gegen Osten, wo noch Schnee vom letzten Wochenende zu überqueren war. Nun querte der Grat |
nach Süden, welcher uns auf einer interessanten T3-Route rasch in Höhe zum Gipfel zu lenkte. Oben konnte man auf dem breiten Rücken rasten, gegen das Reusstal hinunter allerdings geht es beinahe senkrecht hinunter, was uns eine prächtige Vogelschau öffnete. Nach der Stärkung und einigen Worten mit anderen Gipfelstürmern schlugen wir den Normalweg zum Haldi hinunter ein. Mich konnte man nicht überreden noch einen andern Gipfel zu nehmen, stand dies doch nicht im Programm. Auf der Weiss-Rot-Route traf man nun einiges Volk an, was ein schnelles Vorangehen hinderte. Nach dem Alpkäsekauf kehrten wir doch noch in der Skihütte ein, wo wir genüsslich Kaffee, Bier und eine kalte Platte genossen, dazu die herrliche Aussicht in die Ferne und die nun starke Abendsonne im Gesicht. Der Weg zurück zur Bahn war nicht mehr weit und so schloss eine wunderbare Tour in bisher unbekanntes Gelände.
Im Oktober 2011, der Tourenleiter Kurt Hüppin |