Freitag/Samstag 19./20.August Imelda hatte ein gutes Gespür diese Tour um zwei Wochen zu schieben und wir taten gut daran teilzunehmen, bescherte uns Petrus zwei herrliche Tage und der angekündigte Regen fiel am Abend und während der Nacht, tagsüber erfreuten wir uns ab dem eitel Sonnenschein. Dazu war es wirklich lohnend in einer uns unbekannten Gegend über die Gräte zu wandeln und sich des Lebens zu freuen.
|
 |
|
Nun der Reihe nach. In der Bahn von Zürich nach Landquart fanden sich Peter, Franz und der Schreibende zusammen. Gemeinsam fuhren wir die Vereinastrecke, dann durch Unterengadin hinauf, wo die Tourenleiterin Imelda in S-chanf zustieg und in La Punt war Endstation angesagt. Dort trafen wir Regula, welche uns mit ihrem Wägelchen zur Albulahospiz chauffierte. Dort schlürften wir den schwarzen Kaffee mit Kuchen und hatten bereits den Blick für den Piz Blaisun, welcher heute zu überqueren galt. Bald nun auf Schusters Rappen ging es bequem bergauf und auf dem immer schmaler werdenden Grat zum Gipfel. Vorher konnte man die äusserst bemerkenswerte Steinsart bewundern und davon etwas zu Hause tragen, war doch ein Träger dabei. Abwärts über den Südgrat, welcher doch einige Schlüsselstellen bot, schritten wir zur Fourcla Gualdauna zu, wo es Abschied zu nehmen galt von Regula. Wir Vier erreichten dann in einer guten Marschstunde die SAC-Hütte Es-cha, wo wir uns gut aufgehoben fühlten, einen wunderbaren Z‘Nacht serviert bekamen und dazu zum Dessert den doppelten Regenbogen. Bald war es zehn Uhr und mit genügend Schlafplatz konnten wir erholsam ruhen. Der neue Tag begrüsste uns freundlich und nach dem stärkenden Morgenessen, schlugen wir den gleichen Weg wie gestern ein, wobei wir bald gegen Westen abzweigten und zur Fuorcla Pischa aufstiegen wo wir auf dem Firn eine Pause einlegten. Nun ging es erst 700m hinunter ins Tal Plazbi und dann wieder dieselbe Höhe hinauf zum Gipfel des „Tschimas da Tisch“. Dieser Weg war wunderbar angelegt, nur Imelda vergass bei einer kurzen Rast ihren Fotoapparat und hatte so einige Meter mehr zu absolvieren. Die Route zum nächsten Gipfel des „Piz Darlux“ führte schön auf der Höhe voran. Die Reststrecke zur Bergstation der Darlux-Bahn war doch recht steil, dort angekommen hatten wir Glück, dass bald die Bahn eingeschaltet wurde und uns hinunter nach Bergün beförderte. Dort verabschiedeten wir uns, Imelda zog es nach Süden, Franz und Peter gegen Norden und mich schickte man gegen Westen, hinauf zur Ela-Hütte.
Im Oktober, Kurt Hüppin
|